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Was ist KDE neon?

KDE neon ist Rock’n’Roll!

Auf der soliden Basis von Ubuntu LTS (solid like a rock) bietet KDE neon immer die aktuellste Software der KDE Community (rolling desktop). Während das Grundsystem stabil bleibt, gibt es in der KDE neon User Edition immer aktuell *funkel,funkel* die neusten Versionen von Plasma, KDE Frameworks und den KDE Applications; voll automatisiert gebaut, direkt aus den Archiven der Projekte. Daneben gibt es eine User LTS Edition, die den Desktop auf der letzten Plasma LTS aktuell hält. Für Entwickler, Tester und besonders Mutige steht die Developer Edition in zwei Varianten zur Verfügung. Git-Stable wird automatisiert aus dem git-branch für die nächste stabile Veröffentlichung gebaut; Git-Unstable direkt aus dem master-branch.

KDEneon
Bild: http://neon.kde.org.uk/

Wie installiert man KDE neon?

KDE neon kann unter Ubuntu 16.04.x 64 bit installiert werden, in dem man das entsprechende Repository zu den Software-Quellen hinzufügt. Der einfachere und empfohlene Weg ist jedoch eines der installierbaren Live ISOs zu benutzen, die ihr hier herunteraden könnt.

Ist das “die KDE-Distro”?

Neee… Es ist wichtig für KDE so viele Distributionen wie möglich zu unterstützen, da jede ihren eigenen Wert für ihre Nutzer mitbringt. KDE neon ist ein Projekt von vielen von und um KDE.

Ist es eine Distro?

Nicht wirklich. Während klassische Distributionen eine sorgfältige Vorauswahl an Programmen für alle oder einen bestimmten Zweck anbieten, konzentriert sich KDE neon voll auf den KDE Desktop Plasma und die KDE Applications. Die Vorauswahl ist vergleichsweise gering und ihr werdet erstmal kräftig nachinstallieren müssen.

Ist das eine Rolling Distro?

Auch nicht wirklich. KDE Neon ist primär ein Paketarchiv mit der aktuellsten KDE Software auf einer stabilen Basis. Wenn überhaupt ist es ein Rolling Desktop. Auf jeden Fall aber, ist es Rock’n’Roll!

Was unterscheidet KDE neon von einem standard (K)Ubuntu?

KDE neon stellt aktuellere Pakete von Qt bereit und bringt brandaktuelle Software aus der KDE Community und bietet damit eigentlich durchweg das bessere Nutzererlebnis! 😉

Gibt es KDE neon nur als 64bit-Version?

Ja. Da Computer ohne 64bit-Unterstützung immer seltener werden, hat sich das Projekt dazu entschieden, sich voll auf die 64bit.Version zu konzentrieren.

Tutorial: KDE neon installieren

Stand 2018-02-12

 

Für alle die ein neues und stabiles KDE wollen gibt es ein
Rolling-Release-Desktop auf Ubuntu LTS Basis von den KDE-Entwicklern

VORWORT:

  • Wichtig: alles ohne Gewähr und macht Backups!
  • Dieses Tutorial beruht aus über 12 Jahre Erfahrung mit Linux und hilft vielleicht den ein oder anderen KDE neon zu installieren, optimieren und lange am laufen zu halten.
  • KDE neon “User-Edition”, mit dieser Edition erhält man immer die neuste freigegebene KDE Version.

Download Link:

Das Live-Image erstellt ihr am besten auf einen USB-Stick (z.B. mit Unetbootin oder usb-creator-kde) und testet gefahrlos ob euch diese Version gefällt und eure Hardware erkannt wird (LAN, WLAN, Grafik, Drucker usw.). Euer Bildschirm ist dunkel? Siehe Option nomodeset unten.

Alles läuft rund? Also warum nicht KDE neon installieren? Zuerst natürlich das Backup nicht vergessen! Wer Linux kennt weiß das alle Dateien und Einstellungen in /home liegen und es sich besonders bewährt wenn diese Dateien auf einer eigenen Partition sind. Dank geringeren Konfigurationsaufwand ist die Umstellung auf ein anderes System dann schneller als eine komplette Neuinstallation indem die vorhandene /home Partition eingebunden aber nicht formatiert wird!

Da mein altes KDE 4.14 nicht mit dieser 5.x kompatibel war, hatte ich nur bestimmte Einstellungen behalten (z.B. VirtualBox, Firefox, GnuCash, FileZilla usw). Kontact/KMail hatte ich neu eingerichtet und war Dank IMAP und WebDAV schnell getan.

Hier mein Tutorial um KDE neon auf einer leeren Festplatte (kann auch während der Einrichtung gelöscht werden) mit /home auf eine extra Partition zu installieren. Die Installation auf einer SSD Festplatte hatte keine 10 Minuten gedauert!  :biggrin:
Anstatt ext4 nehme ich btrfs “Better FS” als Filesystem und richte eine 512GB SSD Festplatte wie folgt in 3 Partitionen ein.
Hinweis: Die Bilder sind aus meiner VirtualBox und zeigen euch die Installation von KDE Neon 5.11.2 auf einer 20GB Festplatte!


Z.B. wenn 512GB Festplatte und 8GB-RAM:

  • primäre Partition sda1 für / (root) ca. 20-30GB
  • primäre Partition sda2 für /home (den Rest der noch frei ist, minus was für sda3 swap benötigt wird)
  • primäre Partition sda3 für swap (so viel wie ihr RAM habt, jedoch nicht mehr als 8GB)
  • Bootloader auf sda lassen (ist Standard)


cool, KDE kopiert im Hintergrund während dem Einrichten schon die Dateien auf die Festplatte…


Installation fertig, PC ohne USB Live-Image neu starten.

Laut KDE-Infozentrum hatte ich nun KDE Plasma 5.11.2, KDE Framework 5.39, Qt 5.9.1, Kernel 4.10.0-38 64-bit


Dann geht es ans anpassen und zusätzliche Programme installieren

1) per Konsole Synaptic installieren:
sudo apt install synaptic

2) im grafischen Synaptic Package Manager unter Einstellungen “Heruntergeladene Paketquelldateien nach der Installation löschen” aktivieren.
Wer populäre unfreie Software für Ubuntu sucht, kann noch die Partner Quelle (deb http://archive.canonical.com/ubuntu/ xenial partner) aktivieren. Oft gibt es proprietäre Software für Debian (Ubuntu/Mint/KDE) auch als DEB-Datei (*.deb) zum manuellen installieren, z.B.  skype. Achtung: Proprietäre Software kann ein Sicherheitsrisiko sein!

Hinweis: Wenn ihr noch die “User-LTS-Edition” installiert habt (wird offiziell nicht mehr zum Download angeboten) könnt ihr hier auf die “User-Edition” umschalten und erhaltet die neueste offiziell freigegebene KDE-Software. Einfach das “lts” in der Paketquelle (http://archive.neon.kde.org/user/lts/) entfernen und die Paketinformationen neu laden:
sudo apt update; sudo apt upgrade; sudo apt dist-upgrade
sudo apt autoclean; sudo apt clean; sudo apt autoremove --purge

Achtung: Das Umschalten von “User-Edition” auf “User-LTS-Edition” Archiv wird nicht unterstützt! Seit Juni 2017 installiere ich nur noch die “User-Edition”, da diese mit Plasma >= 5.10 sehr gut läuft.

User-Edition Paketquelle: http://archive.neon.kde.org/user/

3 ) die deutschsprachige Dateien für KDE Anwendungen und Rechtschreibung installieren (hunspell ist der Nachfolger von myspell):
sudo apt install language-pack-kde-de hunspell-de-de

4 ) Mozilla Firefox: Lesezeichen importiert und evtl. diese Add-ons installieren:

Firefox->Einstellungen->Inhalt->Sprachen: Deutsch [de] und Deutsch/Deutschland [de-de] (falls nicht vorhanden hinzufügen)

Konfigurations- und Datendateien von xul-ext-ubufox löschen (wer braucht das?):
sudo apt purge --auto-remove xul-ext-ubufox

5 ) KDE Discover (Programmverwaltung) informiert über Aktualisierungen:

Leider macht der KDE Discover hin und wieder Probleme und daher benutze ich solche Programme NICHT zum Aktualisierungen. Mache das nur per Synaptic oder Konsole, z.B. mit meinem Bash Script KDEtweaks zum Aktualisieren, reinigen oder reparieren. Eventuelle Probleme sind damit leichter zu erkennen und können schnell repariert werden, was der Discover leider (noch) nicht kann.

6 ) Dann in der KDE Systemeinstellungen nach Bedarf ein paar Feineinstellungen (Beispiel Desktop PC!):

  • Erscheinungsbild -> Schriftarten  -> Wer einen 2K (QHD) oder sogar 4K (UHD) Monitor benutzt kann hier die DPI für Schriften anpassen
  • Erscheinungsbild -> Anwendungs-Stil -> Stil der Bedienelemente (im Tab Feineinstellung) -> Menüleistenstil: In Anwendung (ab KDE 5.9)
  • Arbeitsbereich -> Arbeitsflächen-Verhalten -> Bildschirmsperre -> Aktivierung: 5 Min. | 300 Sek. | Meta+L | Hintergrundbild: Diaschau, Virtuelle Arbeitsflächen 2
  • Arbeitsbereich -> Fensterverwaltung -> Fensterverhalten, im TAB “Fenster” Sondertaste: “Meta” (wichtig wenn ihr z.B. VirtualBox mit Windows benutzt)
  • Arbeitsbereich -> Starten und Beenden -> Abmeldung bestätigen aus, Rechner ausschalten, Mit leerer Sitzung starten
  • Persönliche Informationen -> Benutzerkontodetails -> KWallet: Bei Nichtgebrauch schließen nach: 180 Min.
  • Persönliche Informationen -> Regionaleinstellungen -> Sprache: Deutsch, Rechtschreibprüfung: Deutsch (Deutschland)
  • Persönliche Informationen -> Anwendungen -> Standard-Anwendungen: Webbrowser: firefox / E-Mail-Programm: kmail
  • Persönliche Informationen -> Anwendungen -> Dateizuordnungen: hier die gewünschte Standardprogramme anpassen z.B. für audio, image und video
  • Hardware -> Eingabegeräte -> Tastatur: Zahlenblock beim Plasma Start, Maussteuerung: Doppelklick zum Öffnen der Dateien/Ordner
  • Hardware -> Energieverwaltung -> Bildschirm ausschalten nach: 120 Min. / Herunterfahren: 240 Min. / Wenn Ausschalt-Knopf betätigt wird: Herunterfahren
  • Hardware -> Wechselmedien -> Automatisches Einbinden von Wechselmedien

Tipp: Alte Hardware oder lahme Grafikkarte? Dann schaltet die Desktop Effekte aus: Hardware -> Anzeige und Monitor -> Compositor

7 ) per Konsole die aktuellste/stabile Version von LibreOffice einbinden und installieren:
sudo add-apt-repository ppa:libreoffice/ppa
sudo apt update; sudo apt upgrade; sudo apt dist-upgrade
sudo apt install libreoffice libreoffice-l10n-de libreoffice-pdfimport libreoffice-style-breeze

8 ) dann noch ein paar fehlende Programme & Tools, z.B.:
sudo apt install kubuntu-restricted-extras partitionmanager amarok backintime-kde kolourpaint lame mencoder ttf-mscorefonts-installer skanlite frei0r-plugins liquidsoap-plugin-frei0r devede winff vlc browser-plugin-vlc gimp gimp-plugin-registry kfind kwave ecryptfs-utils rsync rar imagemagick libjpeg-progs libdvdread4 pingus kmahjongg aisleriot gimp-plugin-registry kdesudo kate kuser usb-creator-kde mediainfo mediainfo-gui ksystemlog okular kcalc kdegraphics-thumbnailers kio-extras ffmpegthumbs cups-pdf apt-xapian-index exfat-utils software-properties-kde handbrake

9 ) Kontact ist ein Paket das die Programme KMail, KOrganizer und KAddressBook usw unter einem Hut vereint:
sudo apt install kontact kmail kaddressbook korganizer knotes akregator aspell-de libqt5webengine5
Benötigt das Akonadi-Framework. Musste bei einem Bekannten wegen Akonadi und KMail Probleme einmal alle Dateien von Akonadi im Homeverzeichnis löschen und die Datenbank zurücksetzen (Link), seit dem rennt es wieder.

Eine gute alternative ist evtl. auch Evolution, das ist ein Gnome E-Mail und -Kalender Programm:
sudo apt install evolution
Kontact oder Evolution ist Geschmackssache, finde beide gut da diese Programme IMAP, CardDav, CalDav und openPGP nativ unterstützen  :smilie:
(Hinweis: gpg funktioniert mit Evolution nur wenn ihr gpg2 benutzt)

10 ) Smartphone Dateisystem-Treiber (Handy), wenn
– Apple iPhone (iOS): Treiber libiphone verwenden um iPhone und iPod Touch-Geräte ohne jailbreak zu verbinden
sudo apt install libimobiledevice-utils ifuse
– Android: Treiber mtpfs verwenden, im Smartphone muss natürlich der MTP-Modus aktiviert sein
sudo apt install mtpfs mtp-tools


Hier kommt der Punkt wo ihr den PC neu starten solltet (kein muss), wie oft hätte wohl dieses andere Betriebssystem gestartet?

11 ) alles aufräumen:
sudo apt autoclean; sudo apt clean; sudo apt autoremove --purge
Deinstalliert man Pakete nicht vollständig, werden die Konfigurationsdateien nicht entfernt. Schaut in der Synaptic-Paketverwaltung unten auf “Status” und wählt dann den Menü-Punkt “Nicht installiert (zurückgebliebene Konfiguration)”. Überall was dann an Paketen auftaucht ein Häkchen setzen und “Zum vollständigen Entfernen vormerken” und anwenden.

Oder per Konsole (Terminal) diese Pakete mit ‘rc’ (remove-candidate) aulisten:
dpkg -l | grep ^rc | awk '{print $2}'
Seit ihr der Sache sicher, können die Pakete bzw. Konfigurationsdateien vollständig entfernt werden:
sudo apt purge `dpkg -l | grep ^rc | awk '{print $2}'`


Root-Rechte

Für viele Einsteiger ist es verwirrend, dass sie Dateien in Systemordnern nicht ohne weiteres bearbeiten, kopieren etc. können. Diese Einschränkung ist ein essentieller Baustein des Sicherheitskonzepts von Linux. Möchte man beispielsweise Dateien mit einem Dateimanager in einen Systemordner kopieren oder ausführbar machen, so muss man sich zuerst die dazu nötigen Rechte mit dem Befehl sudo bzw. seinen grafischen Varianten geben. Bei KDE wäre das dann “kdesudo dolphin”. Merke: Für Anwendungen mit einer GUI, nie sudo benutzen!

Update 2017-02-17 Blogbeitrag von KDE-Entwickler Martin Grässlin
Kurz gesagt: GUI-Apps mit Root-Rechten im X Window System (X11) auszuführen sind ein großes Sicherheitsrisiko und gilt als Todsünde. Daher lässt sich Dolphin, Kate und KWrite nicht mehr mit sudo ausführen. Bei dem Versuch “kdesudo dolphin” auszuführen bekommt ihr nun die Meldung: “Executing Dolphin as root is not possible”.
Konsolenaufrufe mit sudo starten die GUI komplett mit Root-Rechten und das könnte auf irgendeine Art und Weise missbraucht werden.
Um eine Datei dennoch mit Kate zu editieren könnt ihr sudoedit verwenden (auf linuxundich.de gut erklärt: Sudoedit, das bessere sudo $editor).

Also anstatt:
kdesudo kate /meine/datei
so:
VISUAL=kate sudoedit /meine/datei

In /home/DeinName/ sollten sich keine Dateien befinden die root gehören. Abfrage:
find ~ ! -user $USER -ls
Wenn ihr kein ~/public_html (apache userdir) benutzt, sollte die Ausgabe leer sein.

12 ) mit der KDE-Partitionsverwaltung (Partitionmanager) die Festplatte via SMART-Status prüfen ob diese OK ist:

13 ) noch die Fensterleiste nach Bedarf anpassen und fertig!

 


weitere Tipps zu KDE neon

Live-Image – wenn Grafikkarte die Option nomodeset erfordert
Bei einem Start bleibt bzw. wird der Bildschirm schwarz, ist die Ursache oft der Grafikkartentreibern. In der Boot-Option (linke Shift-Taste beim Starten gedrückt halten) könnt ihr mit F6 (Other Options) “nomodeset” aktivieren und “Try without installing” fortfahren. Evtl. müsst ihr euch als User “neon” ohne ein Passwort anmelden und dann mit “startx” den Display Manager starten.

Der Grub 5 Sekunden Countdown (grub.cfg: set timeout=5) kann hier angepasst werden, z.B. 2 Sekunden:

VISUAL=kate sudoedit /etc/default/grub
starten und diese Zeilen anpassen:

GRUB_THEME=/boot/grub/themes/breeze/theme.txt
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="noplymouth"
GRUB_CMDLINE_LINUX=""
GRUB_TIMEOUT=2

Anschließend muss GRUB 2 aktualisiert werden:
sudo update-grub
Tipp: “noplymouth”, damit man die Kernelmeldungen beim Ladeprozess mitverfolgen kann.

Schneller Booten
Ab Ubuntu 16.04 läuft das System unter dem Hintergrundprogramm (Daemon) Systemd und damit natürlich auch KDE neon. systemd-analyze gibt eine Liste aller laufenden Units von systemd aus, sortiert nach der Zeit, die diese für die Initialisierung benötigt haben:
systemd-analyze blame
(mit Q beenden)

Manche .service Dienste werden sehr selten benötigt, z.B. ModemManager.service (Analog/UMTS Modem) oder der NetworkManager-wait-online.service (teilt Anwendungen mit ob eine Online-Verbindung besteht). Wer das nicht benötigt kann diese deaktivieren:
systemctl disable ModemManager.service
systemctl disable NetworkManager-wait-online.service

Sollte dann etwas nicht mehr funktionieren, lässt sich ein .service mit enable einfach wieder aktivieren.

Zusätzliche Treiber installieren (nicht freie Grafikkarten oder WLAN-Karten Treiber)
sudo apt install kubuntu-driver-manager
Ihr habt eine Broadcom bcm43xx WLAN Karte? Z.B. HP Compaq 615 mit WLAN Broadcom Corporation BCM4312
sudo apt install b43-fwcutter firmware-b43-installer

UTF-8 Fehler bei Kernel Update
Diesen Schönheitsfehler lässt sich mit dem Befehl beheben:
sudo dpkg-reconfigure locales -u; sudo update-locale LANG=de_DE.UTF-8; sudo locale-gen --purge --no-archive; sudo update-initramfs -u -k all
damit wird das Sprach-System neu konfiguriert (kann etwas dauern…)

aktuellen Linux-Kernel wieder herstellen
Unter Umständen kann zur Reparatur des aktuell laufenden Kernels eine Neuinstallation nötig sein:
sudo apt install --reinstall linux-image-$(uname -r)

Sollte euch die Synaptic-Paketverwaltung in der Sektion Installiert (lokal oder veraltet) ein Paket als alt anzeigen oder hat Konflikte mit einem anderen Paket, hilft nur das Entfernen des Paketes und seiner Abhängigkeiten. Gelöschte Pakete notieren:
awk '$3 == "remove" { print $1, $2, $4 }' /var/log/dpkg.log
dann:
sudo apt update; sudo apt upgrade; sudo apt dist-upgrade
sudo apt clean; sudo apt autoclean; sudo apt-get -f install; sudo apt clean; sudo apt autoremove --purge

und die Pakete neu installieren, z.B.:
sudo apt install neon-desktop ......

Probleme mit dem Plasma-Desktop?
Nach vielen Updates und Experimenten mit diversen Drittprogrammen (z.B. Roger-Router) hatte ich unter KDE das Problem, dass der Bildschirm nach dem Einloggen dunkel blieb oder bei einem Bekannten die Maus extrem verzögert war.
Unter einer anderen User-ID traten diese Probleme nicht auf, daher kam mir die Idee einfach den gesamten Cache im /home des Users zu löschen:
rm -fr ~/.cache
Nach einer Neuanmeldung lief dann alles wieder rund. Vielleicht hilft es jemanden mit gleichen oder ähnlichen Problemen?

LTS Enablement Stack-Support
Mit dem LTS Enablement Stack-Support bekommt auch eine LTS-Version einen neuen Kernel samt dem zugehörigen X.Org-Stack und Mesa. Die vorher genutzte Methode mittels Backport-Kerneln wurde aufgegeben. Wer Probleme mit neuer Hardware Erkennung hat, kann hiermit immer den neusten stabilen Kernel aus der Ubuntu Welt erhalten.

Wer vor August 2017 KDE neon installiert hat kann das nachträglich installieren – wenn alles sauber läuft würde ich das nicht tun.
Hier werden die Änderungen simuliert, also keine Änderung am System:
sudo apt -s install --install-recommends linux-generic-hwe-16.04 xserver-xorg-hwe-16.04
Hier werden die Änderungen ausgeführt und ein Neustart des Systems ist notwendig:

sudo apt install --install-recommends linux-generic-hwe-16.04 xserver-xorg-hwe-16.04
Quelle: LTS Enablement Stacks


Schlussbemerkung:

  • alle Tipfehler sind gevollt und dienen der Erheiterung des Lesers
  • bei Fragen, unklarheiten, Tipps oder Anregungen: einfach hier Fragen

jolic

 

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KDE Release Termine

Hier findet ihr nächsten Veröffentlichungen der KDE Communiy.

KDE neon herunterladen und installieren

KDE neon gibt es in verschiedenen Editionen für unterschiedlich Bedürfnisse. Die Download-Links verweisen auf die entsprechenden Verzeichnisse auf den KDE-Servern. KDE neon ist nur als 64-bit Version verfügbar.
Zur Erstellung eines Installations-USB-Sticks wird der ROSA Image Writer empfohlen. Diesen gibt es für Linux 32-bitLinux 64-bitMac OS X und Windows.

https://neon.kde.org/

KDE neon User Edition

userMedia

Mit der neuesten offiziell freigegebenen KDE-Software auf einer stabilen Ubuntu 16.04 Xenial Xerus Basis. Ideal für den täglichen Gebrauch.

 

deb http://archive.neon.kde.org/user/ xenial main

KDE neon Developer Edition Git-Stable

developerMedia

Mit der aktuellen Entwicklerversion der KDE Sofware aus dem Git-Repository für die nächste stabile Veröffentlichung. Interessant für Tester, Contributer und alle die schon einmal eine vorsihtigen Bilck auf die nächste Version wefen wollen.

 

deb http://archive.neon.kde.org/dev/stable xenial main

KDE neon Developer Edition Git-Unstable

developerMedia

Mit der aktuellen Entwicklerversion der KDE Sofware aus dem master-Branch des Git-Repositories. Interessant für Entwickler und andere Verrückte…

 

deb http://archive.neon.kde.org/dev/unstable xenial main

KDE neon wechselt auf Xenial Xerus

Was sich bereits angedeutet hatte, wurde nun vollzogen. KDE neon basiert ab sofort auf der 16.04 LTS Version von Ubuntu. Wurde ursprünglich noch gestreut, dass man erst nach der Fertigstellung von Ubuntu 16.04, darauf wechseln werde, wurde dieser Schritt nun sogar ein Woche vor dessen Erscheinen gewagt.

Die Repositories der stable als auch unstable Zweige der Developer Edition wurde auf Xenial hochgezogen. Bestehende 15.10-Installation können können aktualisiert werden.

Firstly check it’s all up to date:

sudo apt update
sudo apt install neon-desktop
sudo apt full-upgrade

In /etc/apt/sources.list.d/neon.list make sure you’re using the new archive address (with the /dev/)

deb http://archive.neon.kde.org/dev/unstable wily main

run the upgrade

do-release-upgrade
http://jriddell.org/2016/04/14/kde-neon-upgrades-to-16-04lts/ : KDE neon on 16.04 showing Ken’s new wallpaper
http://jriddell.org/2016/04/14/kde-neon-upgrades-to-16-04lts/ . “KDE neon on 16.04 showing Ken’s new wallpaper”

Die daily builds der ISO-Images werden von nun an ebenfalls auf der Basis von Xenial Xerus erstellt. Es stehen weiterhin ISOs die stable und unstable Git-branches der Developer Edition zur Verfügung.

Das KDE Neon Team will sich nun auf die User Edition konzentrieren, die aus den Veröffentlichungen von KDE erstellt werden soll. Installierbare images wird es natürlich ebenso geben.

Bei der momentanen Geschwindigkeit dürfte es dann auch nicht mehr allzu lange dauern, bis auch die KDE-Applications in KDE neon bereitstehen werden.

KDE neon Install Tech Preview

Noch bevor am Oster-Wochenende Kubuntu nun endlich eine Beta für die kommende 16.04 LTS “Xenial Xerus” veröffentlichte, gab es vergangene Woche auch bei KDE neon ein erste ISO-Image als Install Tech Preview. Das Image versteht sich als erste Vorschau auf de Installationsprozess zukünftiger KDE-neon-Veröffentlichungen. Es basiert weiterhin auf Ubuntu 15.10 „Wily Werewolf“ und integriert den Plasma Desktop aus dem Git stable branch. Unglücklicherweise trägt auch das Image selber den Namen “neon-dev-stable-*.iso”, was wohl auch gleich etwas Verwirrung stiftete.

Jonathan Riddell veröffentlichte auf seinem Blog, am Tag nachdem er das erste ISO dieser Developer Edition ankündigte, eine FAQ um einige Dinge ins rechte Licht zurücken. Gen Ende des Eintrages lässt sich herauslesen, dass der Gegenwind für das Projekt anscheinend unvermindert anhält, als er in seiner gewohnt bissigen Art darauf hinweist, dass niemand ihm “folgen” müsse:

Is this or is this not a distribution? You are a leader we must be told!

Look, you’ve got it all wrong! You don’t need to follow me. You don’t need to follow anybody! You’ve got to think for yourselves! You’re all individuals!

Daneben lassen sich jedoch einige interessante Einblicke zum aktuellen Stand des Projektes finden. So wird gesagt, dass KDE neon erst nach der finalen Veröffentlichung von 16.04 auf dieses wechseln wird und es weiterhin keine Timeline für die “User Edition” gibt. Der Fokus liegt momentan auf dem Plasma Desktop und Qt. Bei letzterem gibt es aber noch Probleme mit der aktuellen Version 5.6, weshalb zur Zeit weiterhin 5.5 ausgeliefert wird. Die KDE-Application sind indes noch gar nicht enthalten. Sie sollen erst in einigen Wochen angegangen werden.

Man kann das ganze also als ein eher ernüchterndes Bild deuten und eine komplette, fertige KDE neon User Edition zeitnah zur Veröffentlichung von Xenial Xerus scheint unrealistisch.

Die Erwartungen und Ansprüche an das Projekt scheinen weiterhin sehr hoch, die Last wahrscheinlich noch viel höher. Das Team um KDE neon ist noch sehr klein und bis zum final release ist es noch ein weiter Weg.

Installierbare KDE neon Live Images

Seit vergangen Freitag findet man im KDE-Wiki eine Seite die den Status und Prozess für installierbare KDE neon Live Images beschreibt. Auf den ersten Blick rein technisch und relativ unspektakulär, lassen sich doch einige interessante Fakten herausziehen.

Der Build geschieht demnach auf den KDE Servern und nutzt weitestgehend die von Kubuntu bekannten Wege. Einige Schritte mussten abgewandelt oder ersetzt werden, da sie auf der KDE Infrastruktur so nicht abbildbar sind. Eine Reihe von Änderungen betrifft erwartungsgemäß das Branding und natürlich die KDE Pakete selbst.

images.neon.kde.org
Bild: images.neon.kde.org

So wird das kubuntu-desktop meta package ignoriert und das eigene neon-desktop samt Abhängigkeiten hinzugefügt. Der Prozess ist freilich weitaus diffiziler als hier beschrieben und birgt wahrscheinlich mehr als eine Tücke in sich.

Die KDE neon Images nutzen den Ubuntu-Installationsassistent Ubiquity, der ein eigenes KDE neon Branding erhält. Dafür wurde Ubiquity am wily tag “abgebranched” und alle Hinweise auf Kubuntu entfernt. Pakete von ubiquity-neon gibt jedoch noch nicht.

Desweiteren werden eine Reihe von DoTos gelistet, die es noch zu erledigen gilt:

TODO: get neon-live installed, syslinux theme, set ubuntu archive to a mirror on live cd and installed image, set grub entry to be neon, make source images, sign images, make zsync work, archive old images, make working directory different for different jobs

Kein UEFI Support

Größer Probleme scheint es momentan noch beim UEFI Support der Live-Medien zu geben. Das benutzte Debian-Paket bietet diesen noch nicht. Der Codestand und die Dokumentation des Ubuntu-Equivalents sei aber derart unvollständig, dass dieses nicht benutzbar erscheint.

Das Projekt versucht nun die Implementierung von Tanglu und Netrunner zu ergründen, die als debian- bzw. kubuntubasierende Distributionen UEFI unterstützen.

Bis dahin werden die KDE neon images auf modernen Geräten wohl nur im Legacy Mode bootbar sein.

Ubuntu 16.04 Betas erschienen ohne KDE

Dieser Tage haben die Ubuntu-Derivate die Beta 1 der kommenden LTS Version veröffentlicht. Die “Flavors” Lubuntu, Xubuntu, Ubuntu MATE, Ubuntu GNOME und Ubuntu Kylin stellen ISOs der Beta 1 zum herunterladen bereit. Ubuntu selber veröffentlicht schon seit geraumer Zeit lediglich eine “Finale Beta” ca. einen Monat vor Erscheinen. Den Abkömmlingen steht es jedoch frei weiterhin Alphas und Betas zu veröffentlichen.

Erstmals gibt es jedoch ebenso keine Beta-Veröffentlichung von Kubuntu. Gänzlich unkommentiert wurde einfach keine ISO bereitgestellt, wie dies schon bei den Alphas zu Xenial Xerus zu sehen war. Im Äther liest man, das Packaging Team warte noch auf die Freigabe eines wichtigen Pakets.

Der Umstand deutet aber doch darauf hin, dass das Kubuntu-Projekt nach dem “Ausscheiden” von Riddell größere Probleme zu haben scheint. Jonathan Riddell war bis Oktober 2015 langjähriger Releasmanager bei Kubuntu. Nach anhaltenden Streitigkeiten mit Ubuntu-Sponsor Canonical und wohl innerhalb des Teams, legte er vergangen Hebst “vorübergehend” alle Funktionen nieder.

Ende Januar meldete sich Riddell mit einem Paukenschlag zurück, als am Rande der FOSDEM 2016 bekannt wurde, dass er zusammen mit weitern KDE-Entwicklern zukünftig KDE neon Images, basierend auf Ubuntu 16.04, bereitstellen wird.

Eine Neon-Beta gibt es bis dato leider noch nicht. Wer trotzdem einen Blick auf die aktuelle Kombo KDE + Ubuntu werfen möchten, kann sich der daily builds bedienen.

Spannend bleibt, wann die ersten KDE neon ISOs das Licht der Welt erblicken.

KDE neon “erwacht zum Leben”

…schreibt Riddell heute in seinem Blog. Das Ganze ließt sich jedoch noch wie eine Art Frankenstein. Zurecht nennt er das Repository “Developer Unstable package archive”.

Benötigt wird eine bestehende Installation von *buntu 15.10 auf der man das KDE neon Repo einbindet. Dabei kann es wohl durchaus zu Konflikten kommen. Wem dies passiert, wird angeraten die folgen Pakte zu entfernen und neu zu installieren.

apt-get remove plasma-framework libkf5plasma5 libkf5plasmaquick5 libkf5solid5 libkf5solid5-data libkf5sonnet5-data libkf5sonnetcore5 libkf5sonnetui5 libkf5threadweaver5 qml-module-org-kde-solid qtdeclarative-kf5solid sonnet-plugins
apt-get install neon-desktop

Dabei fliegen wohl aber auch die KDE Applications vom System. Da diese im Neon-Repo auch noch nicht vorhanden sind, müssen sie anschließend manuell und einzeln aus den Ubuntuquellen gezogen werden.

Bild: www.jriddell.org
Bild: www.jriddell.org

Für den Produktiveinsatz auf dem heimischen Rechner oder im Büro ist KDE neon damit freilich noch nicht geeignet. Man sieht aber, dass das Projekt vorankommen will und den Ankündigungen Taten folgen lässt. Als nächstes sollen “Developer Stable packages built from Git stable branches”, “User Stable packages built from released apps”, “KDE Applications packages” und “installable images” folgen. Auf einen Zeitplan oder eine Reihenfolge will sich Riddell dabei aber nicht festnageln lassen: “No timescale I’m afraid, it’ll be ready when it’s ready”

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