Wayland?! und Umstieg von Mint auf Neon…

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Dieses Thema enthält 10 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Hondo vor 10 Monate, 2 Wochen. This post has been viewed 1336 times

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  • Hondo

    @hondo

    Teilnehmer
    • Beiträge: 12

    Liebe KDENeon-Nutzer,

    ich habe ein paar Fragen bzgl. Wayland:

    1) Kann man Wayland schon in der KDENeon nutzen? Wie kann man (via Shell) rausfinden, ob man überhaupt Wayland nutzt?

    2) Welche Vorteile hat Wayland gegenüber dem X11-Display-Server?

    Da Mint seine KDE Version einstellt, möchte ich von Mint auf Neon umsteigen, gibt es irgendwelche Besonderheiten, die ich da beachten müsste?

    Wo kann ich eigentlich bei Neon sehen, welche Kernel zur Verfügung stehen (so ähnlich wie bei dem Update-Manager von Mint…?

     

    LG

     

    Hondo

    #1487

    WillS.

    @wills

    www.kde-neon.de
    • Beiträge: 147

    Hi Hondo, willkommen auf kde-neon.de

    Ich fange mal mit 2) an: Aus Entwicklungs-, Test- und Forschungsgründen ist es natürlich hochinteressant ein Wayland-System und damit die Zukunft des Linux-Grafik-Stacks im Einsatz zu haben! Aus reiner Nutzerperspektive sehe ich persönlich jedoch keinerlei wirkliche Vorteile. Es kann eher noch zu Problemen kommen, die man in einer reinen X11 Umgebung schon lange nicht mehr hat. Zudem laufen die aller meisten Anwendung weiterhin in der X11-Kompatibilitätsschicht und nicht nativ unter Wayland. Wie genau die Treibersituation sich bei Wayland gestaltet kann ich gar nicht beurteilen.
    Nichtsdestotrotz kann das natürlich schon richtig Spaß machen sich damit auseinanderzusetzen, Fehler zu jagen und das optimale und funktionierende Setup zu fenden!

    1) Kann man Wayland schon in der KDENeon nutzen?

    Ja. Seit Mitte letzten Jahres kann man in der Developer Edition (git-unstable) Wayland (vorkonfiguriert) nutzen.
    http://www.pro-linux.de/news/1/24850/wayland-sitzung-in-kde-neon-dev-unstable.html

    Ich bin mir sicher, man bekommt das auch in der User Edition hingebastelt… 😉

    Wie kann man (via Shell) rausfinden, ob man überhaupt Wayland nutzt?

    Ich habe auf die schnelle das gefunden. Im offiziellen KDE neon Blog kann man sehen, dass KDE das auch selber anzeigt.

    Wo kann ich eigentlich bei Neon sehen, welche Kernel zur Verfügung stehen (so ähnlich wie bei dem Update-Manager von Mint…?

    KDE neon basiert auf Ubuntu 16.04 und hat dementsprechend genau die selben Kernel wie dieses. Den Mint Update-Manager kenne ich leider nicht.

    Ich hoffe, das hilft Dir ein bißchen. Von Mint KDE zu KDE neon wechseln ist auf jeden Fall eine sehr gute Wahl!!

    will;

    #1488

    Hondo

    @hondo

    Teilnehmer
    • Beiträge: 12

    Lieber Will,

    ich komme erst jetzt dazu zu antworten, weil ich bisher viel um die Ohren hatte.

    Danke erst einmal für die umfassende Antwort! Ich brauche den Rechner eben als Arbeitsknecht, da muss er stabil sein. Vielleicht probiere ich Wayland mal an einem anderen Gerät aus.

    Ich nutze zur zweit nicht Mint 17.3 (trusty), müsste aber eigentlich schon längst mal aktualisieren.

    Apropos, was ich nach wie vor besser bei Mint finde, ist der Updatemanager, vielleicht ist das auch Gewohnheitssache. Ich kann wie gesagt noch nicht sehen, welche verschiedenen Kernelversionen angeboten werden.

    Ferner würde ich auch gerne wissen, ob bei Neon schon Meltdown und Spectre gepatcht worden sind.

     

    LG

     

    Hondo

     

     

    #1666

    WillS.

    @wills

    www.kde-neon.de
    • Beiträge: 147

    Hi Hondo,

    hab die Tage erst bei einem Kollegen diesen ominösen Mint-Updatemanger gesehen. Der sieht schon sehr, sehr komfortabel aus!

    KDE neon ist bzgl. Spectre/Meltdown soweit gepatcht, wie das Ubuntu ist. Das System ist Ubuntu 16.04. Dafür wurden vorgestern aktualisierte Kernel bereitgestellt. Der LTS HWS Kernel 4.10 wurde nicht gepatcht! Stattdessen wurde die Veröffentlichung von 4.13 vorgezogen; der kommt aber über die normalen Sicherheitsupdates.

    #1668

    Hondo

    @hondo

    Teilnehmer
    • Beiträge: 12

    Lieber Will,

     

    danke für die schnelle Antwort, ich werde, wenn ich meinen Rechner neu aufsetze wohl zu Neon wechseln, weil ich eben KDE will. Ich habe das jetzt schon mal ausgiebig unter der Live-Distri getestet, in der Realität muss sich Neon bei mir erst noch bewähren.

     

    Liebe Grüße

     

    Hondo

    #1683

    boospy007

    @boospy007

    Teilnehmer
    • Beiträge: 45

    Kann dir Neon sehr empfehlen. Habe es zuhause im Büro auf grafische Server, usw. im Einsatz. In Verbindung mit Nomachine ne feine Sache. Hab hier mein Setup ein wenig beschrieben:

    https://deepdoc.at/dokuwiki/doku.php?id=rund_um_den_desktop:kde-neon_from_the_scratch_z.b._pxeinstallation

    #1719

    Hondo

    @hondo

    Teilnehmer
    • Beiträge: 12

    Liebe Neoner,

     

    Ich habe nochmal ein paar Fragen: Ich habe mir jetzt KDE Neons zum Testen auf eine VirtualBox gemacht.

    Zwei Dinge finde ich nicht wie gewohnt:

    1) Wo kann ich Spiegelserver (für Ubuntu und für Neon selbst) wie bei Mint einstellen, falls der voreingestellte Server für Repositories mal zu langsam ist?

    2) Gibt es eine Möglichkeit PPAs grafisch einzubinden und auch eine Übersicht zu haben, welche PPAs man außer den normalen Repositories eingebunden hat? Wenn man mal auf der Webseite schaut:

    http://www.getdeb.net/updates/ubuntu/17.04/

    kann man sehen,  dass die Anweisung lautet:

    Go to System-Administration-Software Sources, Third-Party Software tab

    Sowas sehe ich in der Systemsteuerung von Neon nicht.

    3) Kann man unter Programmverwaltung (Discover) auch sehen, was Neon tut, wenn neue Updates eingespielt werden? Bei Mint hat er unter dem Updatemanager immer angezeigt, was gerade passiert…

    4) Kann man unter Softwareverwaltung die Quellen auch irgendwie sortieren? (z.B. nach aktiv / nicht aktiv o.ä.)…Das sieht ziemlich unordentlich aus bzw. kann man die angegebenen Adressen irgendwie markieren und kopieren?

    5) Was genau muss ich angeben, um eine neue Quelle hinzuzufügen?

    Vielleicht kann mir jemand ein bisschen was dazu sagen. Ich kann zwar zusätzliche Paketquellen hinzufügen, (/etc/apt/sources.list.d/) finde das aber ein bisschen umständlich.

    6) In der Systemsteuerung steht unter “Erscheinungsbild” und “Arbeitsflächen-Design” gar nichts und man kann auch nichts einstellen… wieso?

     

    LG

    Hondo

     

    P.S.: Kann es sein, dass “Discover” ziemlich systemlastig ist, in der VirtualBox geht der Lüfter deutlich nach oben, wenn dieses Fenster auf der Oberfläche zu sehen ist.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 Monate, 2 Wochen von  Hondo.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 Monate, 2 Wochen von  Hondo.
    #1743

    Hondo

    @hondo

    Teilnehmer
    • Beiträge: 12

    Zu Punkt 6) habe ich jetzt selbst folgendes gefunden:

    sudo apt install qml-module-org-kde-kcm

    Aber warum ist das Modul nicht standardmäßig installiert? Da fehlt doch dann ein wichtiger Teil in der Systemsteuerung…

    #1746

    WillS.

    @wills

    www.kde-neon.de
    • Beiträge: 147

    Hi Hondo,

    zu 6. siehe hier

    Die meisten dieser Komfortfunktionen die Du auflistest wirst Du bei KDE neon so nicht finden. Das sind wahrscheinlich genau die Alleinstellungsmerkmale von Mint.

    Linux Mint richtet sich eher an Linuxanfänger und -umsteiger und legt daher einen sehr hohen Fokus auf solche Dinge. KDE neon richtet sich eher an den Fortgeschritten Linuxanwender, der weiß was er will und meistens auch, wie es funktioniert. Wenn man bspw. sehen möchte, was den Updates oder der Installation genau passiert, ist der Schritt aller Regel in die Konsole und nicht zur nächsten GUI.

    Zur Installation und Updates verwenden viele bis die meisten die Konsole. Auch da gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Viele nehmen apt (oder noch apt-get) die KDE neon Entwickler empfehlen mittlerweile pkcon (siehe hier). Ich selber (und auch ein paar andere 😉 ) schwören auf Synaptic. Das gibt es den Paketquellen und solltest Du Dir mal anschauen. Damit kann man bspw. auch den Terminal-Output sehen.

    Zu hinzufügen und verhalten der Paketquellen nehme ich “software-properties-kde”, musst Du auch nachinstallieren. Das nimmt auch direkt ppa-Zeilen aus dem Launchpad (hatte mich auch genervt, dass das nicht mehr “einfach” geht). Das sieht ungefähr so aus:

    Schau Dir das mal an, ob das Deine Bedürfnisse erfüllt.

    will;

    #1748

    jolic

    @jolic

    Teilnehmer
    • Beiträge: 91

    Cool! software-properties-kde hatte ich doch glatt übersehen. PPA’s lassen sich auch gut mit synaptic bearbeiten, jedoch vermisse ich dort die Schlüsselbearbeitung.

    #1749

    Hondo

    @hondo

    Teilnehmer
    • Beiträge: 12

    Lieber Will,

     

    erst einmal lieben Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe zwar mit Mint Linux angefangen, fühle mich aber nun wirklich soweit, dass ich nicht mehr jede Oberfläche brauche. Die meisten Sachen (selbst scannen) mache ich mittlerweile über Kommandozeile in Form von selbstgeschriebenen Skripten.

    Ich denke auch, dass Du Recht hast, dass man vieles auch mit anderen Mitteln erledigen kann. Es ist ja auch nicht so, dass ich das nicht hinbekomme. Die Paketquellen von getdebt habe ich auch so in Neon eingebunden bekommen.

    Synaptic kenne ich und habe ich auch schon unter Mint ausprobiert, ich werde das dann eben nur stärker unter Neon nutzen. software-properties-kde werde ich jetzt mal in der VBox testen.

    Das wichtigste ist, meines Erachtens nach, ein gutes Forum mit tollen Leuten, die Ahnung haben und einem weiterhelfen, wenn man wirklich gerade mal auf dem Schlauch steht. Das sehe ich hier auch als gegeben.

     

    Also in diesem Sinne nochmals Danke für die Tipps und ein schönes Wochenende

     

    Hondo

    #1760
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